Firmengeschichte seit 180 Jahren

Pioniergeist

Die Pianofortefabrik Grotrian-Steinweg ist seit nunmehr sechs Generationen in Familienbesitz. In all den Jahren hat sich vor allem eines nie geändert: die Liebe zur Musik. Sie war und ist Antrieb – manchmal auch für ungewöhnliche Schritte. 1830 verließ Friedrich Grotrian Deutschland und ging als Musikalienhändler nach Moskau. Die Stadt florierte und zog viele Künstler wie Clara Schumann, Franz Liszt und A. Rubinstein an. Friedrich Grotrian kannte viele Künstler sehr gut und hatte ein Gespür dafür, worauf es ihnen beim Klang eines Instrumentes ankam. Und so begann er, Klaviere zu bauen. Klaviere, die von den Künstlern geliebt wurden.

GROTRIAN-STEINWEG Stammhaus, um 1860.
GROTRIAN-STEINWEG Stammhaus, um 1860.

Partnerschaftlichkeit

Als Friedrich Grotrian in die Heimat zurückkehrte, lernte er  Theodor Steinweg kennen und wurde zum Partner der von dessen Vater schon 1835 gegründeten Pianomanufaktur. Bevor Theodor Steinweg 1865 seinem Vater nach Amerika folgte, verkaufte er seine Geschäftsanteile an die Familie Grotrian. Einige Jahre später wurde das Unternehmen von Wilhelm Grotrian übernommen, der mit dem Ratschlag an seine Söhne „Jungs, baut gute Klaviere, dann kommt alles andere von selbst“ den wichtigsten Leitspruch für Grotrian-Steinweg formulierte.

Friedrich Grotrian
Friedrich Grotrian

Inspirationen

Schon Ende des 19. Jahrhunderts schickte Wilhelm Grotrian seine Söhne Willi und Kurt Grotrian-Steinweg auf internationale Reisen, damit sie Erfahrungen im Klavierbau sammeln konnten. Sie verstanden es, ihr so erworbenes Wissen mit den handwerklichen Fähig-keiten aus Deutschland zu verbinden. Dabei entstanden – neben vielen bis heute im Klavierbau wegweisenden Erfindungen – die für Grotrian-Steinweg nach wie vor typische Sternraste und das heute so verbreitete Kleinklavier.

Wilhelm Grotrian
Wilhelm Grotrian
Willi & Kurt Grotrian-Steinweg
Willi & Kurt Grotrian-Steinweg

Kontinuität

Doch auch die danach folgenden Generationen sorgten immer wieder für revolutionäre Neuerungen im Klavierbau. Zwar wurde auch das Unternehmen Grotrian-Steinweg vom Zweiten Weltkrieg erschüttert, doch konnte die Produktion nach Kriegsende dank des Wagemuts und der Tatkraft von Helmut und Erwin Grotrian-Steinweg, den Söhnen von Kurt Grotrian-Steinweg, schnell wieder aufgenommen werden.

Helmut & Erwin Grotrian-Steinweg
Helmut & Erwin Grotrian-Steinweg

Der Zukunft zugewandt

In der fünften Generation, unter der Leitung von Knut Grotrian-Steinweg, entstand die Produktionsstätte, in der auch heute die Grotrian-Steinweg-Klaviere und -Flügel gebaut werden – in der Grotrian-Steinweg-Straße in Braunschweig. Das Fundament unserer Tradition hingegen ist noch immer unverändert: der besondere Klang und die Liebe zur Musik.

Knut Grotrian-Steinweg
Knut Grotrian-Steinweg

Seit Januar 2000 steht der Klavierbauer und Kaufmann Burkhard Stein dem Familienunternehmen Grotrian-Steinweg als Geschäftsführer vor. Schon sein Großvater und Vater waren Klavierbaumeister, so dass ihm der Klavierbau mit in die Wiege gelegt wurde. Erstmalig 1984 hat er, damals zur Ausbildung zum Klavierbauer, seine Tätigkeit für Grotrian-Steinweg aufgenommen. Somit verfügt er über die notwendige Kenntnis für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Er hat in den letzten Jahren den Vertrieb der Grotrian-Steinweg Instrumente in Asien und den USA erfolgreich ausgebaut und unter anderem den 1954 gegründeten Grotrian-Steinweg Klavierspielwettbewerb internationalisiert.

Burkhard Stein
Burkhard Stein

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2015 hat das 1835 gegründete Familienunternehmen Grotrian-Steinweg einen neuen Gesellschafter … Weiterlesen

Liebhild Grotrian-Steinweg
Liebhild Grotrian-Steinweg